Moor richtig anwenden

Welche der gesunden Moor-Wirkungen im Einzelfall zum Tragen kommen, hängen ab von der Anwendungsform, der Anwendungsdauer, der Anwendungstemperatur und dem verwendeten Rohstoff.
 
Im Idealfall verschmelzen innere und äußere Anwendungen zu einem wirkungsvollen Ganzen, in Fachkreisen bekannt als "Ganzheitliche Moortherapie".

Anwendungsformen Äußerlich:

Voll- und Teilbad mit Moorbrei oder Moorschwebstoff, lokale Moorpackung, Moor-Kompresse, Moor-Wickel, Körperwaschung.

 

Innerlich:

Trinkkur, Tampon.

 

 

 

Übersicht über bekannte Einsatzbereiche
(modifiziert nach Lüttig, 2003).

Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates

Degenerative und entzündliche Gelenkerkrankungen
(z.B. Arthrose, Rheuma, Morbus Bechterew)
Wirbelsäulen- und Knochenerkrankungen (z.B. Osteoporose)
Nervenerkrankungen (z.B. Ischialgie)
Muskelerkrankungen (Weichteilrheuma, Muskelatrophie)

 

 

Innere Medizin

Verdauungsschwäche, Übersäuerung
Entzündungen des Magen-Darmtraktes
Hormonell ausgelöste Stoffwechselstörungen mit Adipositas und Magersucht
Leber- und Gallenschäden
Bronchialerkrankungen, V.a. rezidivierende Bronchitis
Kreislaufdysregulation
Gicht

 

 

Urologie

Nierenschädigungen
Prostatitis

 

 

Gynäkologischer Kreis

Beschwerden durch Menstruation und Wechseljahre
Hormonelle Störungen, Sterilität
Unterfunktion der Eierstöcke und Eileiter
Verwachsungen und Verklebungen im Bauchraum
Infektionen (Herpes- und Papilloma-Virus-Infektion, entzündlicher Fluor vaginalis und cervicalis)
Scheidenprobleme durch Altersatrophie, Pruritus vulvae (Juckreiz)
Reizblase
Postoperative Syndrome, Zustand nach Karzinom-Therapie

 

 

Dermatologischer Kreis

Erkrankungen, bei denen eine antiphlogistische und antiinflammatorische Beeinflussung gewünscht wird Erkrankungen durch Bakterien, Viren, Pilze (Dermatitis)
Neurodermitis, Psoriasis und Akne
Sonnenschutz

 

 

Ophthalmologie

Infektiöse Augenerkrankungen im topischen Bereich
Ulcus corneae (viral)
Augenblutungen
Alters-Katarakt-Vorsorge

 

 

Zahnerkrankungen

Nachsorge bei Gingivitis-, Karies-, Zahnsteinbehandlung

 

 

Rehabilitationsmedizin

Regenerations- und Abwehrschwäche im Allgemeinen
Immunmodulatorische Schäden
Kontaminationsschäden (Pestizide, Nukleide, Kampfstoffe)
Biostimulationsmängel
Zustand nach neoplastischen Operationen
Zustand nach Unfallschäden
Nachbehandlung degenerativer Schäden am Bewegungsapparat

 

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